Home - 1. Frauen - Presse - Bericht Stader Tageblatt vom 27.06.2016

Faustball: Essel jubelt und Hagenah zittert

LANDKREIS. Essel erobert Platz zwei und will in die Aufstiegsrunde zur 1. Faustball-Bundesliga. Hagenah hat es schwer im Abstiegskampf
In der 2. Faustball-Bundesliga waren die Frauen des TSV Essel am vorletzten Spieltag der ganz große Tagesgewinner, schoben sich mit zwei 3:0-Siegen über Kellinghusen und Wiemersdorf auf den zweiten Tabellenplatz vor. Damit sind die Chancen zum Erreichen der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga enorm groß geworden, weil die Konkurrenz aus Berlin erheblich schwächelte. Anders die Lage beim TSV Hagenah. Gegen die beiden Mitabstiegskonkurrenten aus Wiemersdorf und Kellinghusen waren zwei Siege eingeplant, jedoch gab es nur das 3:1 über Kellinghusen. Damit ist der TSV zwar mit den beiden Teams aus Holstein punktgleich, hat aber das schlechtere Satzverhältnis aufzuweisen – und das vermeintlich schwerere Restprogramm.
Das war in Hagenah der Spieltag für den TSV Essel. Obwohl die etatmäßige Service-Spezialisten Hanna Steffens fehlte, lief das TSV-Spiel rund. Trainer Marco Bartsch zauberte dafür Birte Mirowsky aus dem Hut, die ansonsten in der Altersklassenmannschaft spielt. Sie bestach mit einem guten Aufschlagspiel. „Ohne sie wären wir kaum zu zwei klaren Siegen gekommen“, lobte der Trainer. Zunächst wurde der VfL Kellinghusen II mit 11:8, 11:8 und 11:6 sicher in die Knie gezwungen. Gegen den TSV Wiemersdorf wackelte Essel nur im zweiten Durchgang, der aber auch 15:13 gewonnen wurde. 11:3 und 11:5 lauteten die weiteren Satzgewinne. Mit diesen beiden Erfolgen steht der TSV Essel mit einem Bein in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. „Da wollen wir jetzt auch hin“, bekannte Trainer Marco Bartsch.
Lokalrivale TSV Hagenah verlor zunächst die Partie gegen den TSV Wiemersdorf mit 1:3. Hagenah führte im vierten Satz schon deutlich, verlor aber 10:12. Das war der Knackpunkt in dieser Partie. Aber der TSV konnte auch noch gewinnen. Gegen den ebenso in Abstiegsnöten steckenden VfL Kellinghusen II gab es einen klaren 3:1-Sieg, der nach der Auftaktniederlage gegen Wiemersdorf nicht unbedingt erwartet wurde. Nunmehr stehen bei Hagenah, Kellinghusen und Wiemerdorf jeweils 4:16 Punkte auf dem Konto, wobei Hagenah das schlechteste Satzverhältnis aufweist. Ein Nachteil ist sicherlich, dass die beiden Holsteinvertretungen noch gegeneinander spielen, Hagenah aber am Schlusstag auf die Spitzenteams VfK 01 Berlin und SG Stern Kaulsdorf trifft.

Quelle: Stader Tageblatt vom 27.06.2016
Verfasser/Autor: Wolfgang Bartsch

 

Aktualisiert (Freitag, den 01. Juli 2016 um 22:55 Uhr)

 
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