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Männer 35 qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaften

Es war am vergangenen Sonntag exakt 13.57 Uhr als die Männer 35 des TSV Essel in der Sporthalle „Am Sportpark“ in Empelde die Arme hochrissen. Soeben wurde um Platz 3 die Werks-Fünf von Bayer 04 Leverkusen geschlagen und man sicherte sich damit die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften am 08./09.04.17 in Kirchen-Sieg (Hessen). Und dieser Sieg war mehr als verdient, lieferten die Geestländer in dieser Partie ihr bestes Saisonspiel ab. Doch der Weg dorthin war steinig und von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Spielte man im ersten Spiel gegen den Ahlhorner SV noch recht ansehnlich (8:11,11:4), verkrampfte man von Begegnung zu Begegnung mehr. Gegen den SV Moslesfehn führte man im ersten Satz bereits mit 7:1, doch man ließ sich diesen Vorsprung aus unerklärlichen Gründen noch aus den Händen nehmen. Mit 11:13 verlor man den ersten Satz und stand jetzt unter Zugzwang. Doch immer, wenn die Männer um Kapitän Marco Bartsch mussten, zeigten sie ihr ganzes Können.

Mit 11:5 gewann man den zweiten Satz und war dem Ziel mit dem Erreichen der Endrunde ein gutes Stück näher gekommen. Ein Satz fehlte noch gegen den TV Bocholt, doch in dieser Partie wurden die Grün-Schwarzen nie wirklich gefordert und gewannen mit 2:0 Sätzen. Damit erreichte man den zweiten Gruppenplatz und musste am Sonntagmorgen im Viertelfinale gegen den TV Burgdorf antreten. „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht“, so lautete anscheinend das Motto der Essler, denn man fand überhaupt nicht zum eigenen Spiel. Trotzdem gewann man mit 13:11 und 11:8 und stand damit im Halbfinale. Gegner sollte kein geringerer als der übermächtige TSV Hagen 1860 werden. Mit Andreas „Junior“ Schmitz und Christian Sondern standen bei den Westfalen zwei Ex-Essler auf der Seite und diese zeigten in den Anfangsminuten ihr ganzes Können. Angeführt von „Jahrhundertfaustballer“ Dirk Schachtsiek überrollten die Hagener den TSV und führten schnell mit 6:1 Punkten. Bei einer Blockaktion mit Jan Lütjen verletzte sich dann Dirk Schachtsiek am rechten Arm und musste ausgewechselt werden. Dieses war die Chance für den TSV Essel und man kam besser ins Spiel. Zwar verlor man den ersten Satz noch mit 8:11, doch im zweiten Satz merkte man den Hagenern an, dass sie mit die Umstellung zu kämpfen hatten. Essel führte schnell mit 5:1 und brachte diesen Vorsprung ins Ziel. Somit stand es 1:1 und der Entscheidungssatz musste her. Doch dass der TSV Hagen trotz der Verletzung von Dirk Schachtsiek immer noch eine überragende Mannschaft hat, zeigte sich im dritten Satz. Ausgerechnet der Ex-Essler Christian Sondern wuchs jetzt in der Schlagmannrolle über sich hinaus und punktete immer wieder mit kurzen Bällen. Die Geestländer kämpften zwar, mussten aber alsbald feststellen, dass der amtierende Deutsche Hallenmeister einfach eine Nummer zu groß ist. Mit 6:11 verlor man den dritten Satz. Doch die Traurigkeit über die verpasste Chance hielt sich bei den Esslern in Grenzen, wäre die Niederlage ohne die Verletzung von Schachtsiek wahrscheinlich höher und deutlicher ausgefallen. „Kein Beinbruch, diese Mannschaft ist auf jeder Position besser besetzt als wir“, so das kurze Fazit von Mittelmann Lars Dausel. Was blieb, war das Spiel um Platz 3 und dieses wollten die Geestländer unbedingt gewinnen, denn damit wäre die Qualifikation für die DM geschafft. Und in diesem wichtigen Spiel überzeugte Schlagmann Jan Lütjen auf ganzer Linie. Tolle Angaben, überragende Rückschläge, ein enormes Laufpensum bei den Kurzen. „Ohne wenn und aber, er war der Matchwinner“ so Kapitän Marco Bartsch. Zwar hielt Leverkusen im ersten Satz noch bis zum 7:7 mit, doch dann brannte der TSV Essel sein Feuerwerk ab. Die Abwehr um Günter Glüsen, Lars Dausel und Hauke Wiebusch bekam jetzt jeden Ball, Marco Bartsch fütterte seinen Schlagmann mit excellenten Vorspielen, die Jan Lütjen in überzeugender Manier verwandelte. „Weiter machen, immer weitermachen“ appellierten die beiden Ersatzspieler Marc Kottke und Ronald Kortzack an ihre Männer. Beim 10:3 schien der Sieger festzustehen, doch wie so oft geriet der TSV noch einmal ins Wanken. Drei Punkte von Leverkusen bedeuteten das 6:10. Fängt man wieder das Flattern an?? Kurze Auszeit von Essel und dann war es Jan Lütjen der mit einer kurz verwandelten Angabe den alles entscheidenden Punkt machte. Freude pur dann auf Essler Seite über die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Kirchen.

Und mit dieser Qualifikation krönt die Mannschaft eine bislang überragende Hallensaison. Den eigenen Hallen-Super-Cup gewonnen, Bezirksmeister Lüneburg der M 35 geworden, Landesmeistertitel M 35 in Niedersachsen geholt, Verbandsligameisterschaft und damit den Aufstieg in die 3. Liga errungen und jetzt die Qualifikation für die DM in Kirchen. „Mehr geht nicht “ so Kapitän Marco Bartsch. Folgendes Aufgebot spielte bei der NDM in Empelde: Jan Lütjen, Marc Kottke, Marco Bartsch, Lars Dausel, Hauke Wiebusch, Günter Glüsen, Dennis Weidner und Roland Kortzack.

Aktualisiert (Samstag, den 25. Februar 2017 um 14:26 Uhr)

 
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